Kunsthalle aufgeschoben - nicht aufgehoben
Nach zwei Jahren heftigen Einsatzes für eine Berliner Kunsthalle am Berliner Blumengroßmarkt und für eine Kunsthalle die zu Berlin passt, konzentriert sich der Berliner Kunsthalle e.V. (zugleich Initiative Berliner Kunsthalle) nun auf die Weiterführung seiner konzeptionelle Arbeit.
Das Berliner Abgeordnetenhaus hat im Dezember 2009 eine "Mobile Berliner Kunsthalle" beschlossen. Damit rückt die Einrichtung einer permanenten Kunsthalle in weite Ferne. Ein erneuter Anlauf seitens der Politik dürfte frühestens 2012, nach der geplanten Evaluation der "Mobilen Kunsthalle", unternommen werden.
In den Jahren 2010 und 2011 bietet sich daher die Gelegenheit, die Debatte um die Konzeption einer Berliner Kunsthalle weiter zu führen und inhaltlich zu vertiefen.
Der Berliner Kunsthalle e.V. verfolgt das Ziel mit Workshops, Konferenzen, Kunstaktionen und populären Formaten die Idee einer Berliner Kunsthalle weiterzu führen. Die Arbeit des Berliner Kunsthalle e.V. ist als offener Suchprozess angelegt, dessen wichtigster Bestandteile die öffentliche Debatte und die Vernetzung der Berliner Kunstszene sind.
Kunst macht Quartier - Kultur als Entwicklungsstrategie? Zwischen Aufwertung und Empowerment
Internationale Konferenz des Berliner Kunsthalle e.V. am 8. Juli
Das Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung lädt in Kooperation mit dem Berliner Kunsthalle e.V und dem Projekt Kreativquartier Südliche Friedrichstadt ein, über den Zusammenhang von Stadtentwicklung und Kunst zu diskutieren:
- Können zwischen Kunstfestivals, Kunstprojekten, Kunstinstitutionen auf der einen, und gesellschaftlichen Kollektiven auf der anderen Seite neue Partnerschaften und kreative Interaktionsformen entstehen? die für beide Seiten einen Mehrwert darstellen?
- Wie könnten sich Kunstquartiere und Projektzusammenhänge dauerhaft konstituieren, ohne in den Verwertungsstrudel der Immobilienwirtschaft zu geraten?
- Haben künstlerische Strategien der Raumnahme und des Arbeitens in sozialräumlichen Kontexten eine neue Bedeutung für das Selbstbewusstsein der Stadtgesellschaft? Oder bleiben sie nur Eventkultur und Quartiersdeko?
Auf der Suche nach Strategien und gelungenen Projekten wollen wir diese und weitere Fragen, mit Schwerpunkt auf die Berliner Situation, mit ExpertInnen und Akteuren aus Berlin, Wien, Hamburg und Basel diskutieren. mehr...
Welchen Raum braucht die Kunst?
Open Space II
zur Kultur der Vernetzung, Partizipation und Interdisziplinarität diesseits und jenseits der Kunsthallenfrage
22. Juni, 18-22 Uhr - Forum Factory
, Besselstraße 14, 10969 Berlin
- Unter dem Motto „Welchen Raum braucht die Kunst?“ lädt der Berliner Kunsthalle e.V. am 22. Juni zum 2. Open Space, um Wege der künstlerischen Raumnahme zu erfinden und zu diskutieren. Für Berlin und von Berlin aus in die Welt.
Die Titelfrage schafft Freiheit, um neu darüber nachzudenken, wie die lokale und internationale Vielfalt an Positionen, Aktionsfeldern und Akteuren in einen produktiven Zusammenhang zu bringen ist. Künstlerische, kuratorische und gesellschaftliche Raumnahmen und Raumbedürfnisse werden sowohl im Sinne aktueller kritischer Raumdebatten als auch hinsichtlich bereits verorteter Raumpraxen aufgearbeitet.
Einladung (523 KB)zum II Open Space am 22. Juni
Zusammenfassung (mit Ausblick) (470 KB) des ersten Open Space am 9. Mai
Anmeldung bis 20. Juni unter kontakt(at)berliner-kunsthalle.de 


