Standort mit Tradition

Das Gelände der heutigen Blumenmarkthalle gewann bereits früh an Bedeutung. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde hier nach Plänen von Karl Friedrich Schinkel (1781-1841) die königliche Sternwarte zu Berlin errichtet. Von dieser Sternwarte aus wurde u. a. der Planet Neptun entdeckt. Außerdem markierte sie den für ganz Preußen vermessungsrelevanten „preußischen Normal-Höhenpunkt“.

Von 1886 bis zur vollständigen Zerstörung durch Bomben im Zweiten Weltkrieg stand auf dem Areal außerdem die von Albrecht Blankenstein errichtete „Markthalle II“. Schon vor dem Zweiten Weltkrieg wurde Berlin von hier aus mit Blumen versorgt.

Nach einer Phase provisorischer Lösungen wurde die jetzige Halle von 1962 bis 1965 durch den Architekten Bruno Grimmek erbaut. Insbesondere die charakteristischen Schalendächer und die Mischung aus offener und gemischter Blockbebauung machen den architektonischen Charme des Standorts aus.

Kurz: ein Ort, der auf eine kulturelle und gesellschaftliche Bedeutung für Berlin zurückblicken kann.

 

Stadtplan von 1896
alte Markthalle II (Fassade)
alte Markthalle II (Schnitt)

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