Phantom Kunsthalle Berlin

Der riesige Erfolg der spontanen Ausstellung "36 x 27 x 10" des Teams White Cube Berlin in den letzten Tagen des Palasts der Republik stellte eindringlich die Leerstelle im Berliner Kunstbetrieb unter Beweis: Berlin braucht eine Kunsthalle für die Präsentation zeitgenössischer Positionen. Berliner Künstlerinnen und Künstler sind mit ihren Arbeiten auf der ganzen Welt präsent – in Berlin werden sie nicht oder nur im kleinen Rahmen in Galerien und Kunstvereinen gezeigt. Seit der Schließung der Kunsthalle Berlin in der Budapester Straße 1994 gibt es in der Stadt keinen Ort, der sich systematisch der Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Berliner Kunst widmet. Die Initiative Berliner Kunsthalle hat sich im Jahre 2007 zusammengefunden, um diesen Missstand zu beheben.

mehr zur Debatte um die permanente Berliner Kunsthalle...

Mehr als ein Ausstellungsraum

Kernaufgabe einer Kunsthalle ist es, Raum zu bieten für die Präsentation wichtiger zeitgenössischer Positionen. In wechselnden Ausstellungen sollen lokale und internationale Entwicklungen und Vernetzungen berücksichtigt und gefördert werden. Eine Kunsthalle ist das Verbindungsglied zwischen den Ebenen der Galerien und der Museen und entwickelt Alternativen zur institutionellen Kunstpräsentation. Ihre Maßstäbe sind Qualität, Pluralität, Unabhängigkeit.

In die Stadt hinein soll die Kunsthalle als Forum für gesellschaftliche Dialoge wirken. Innovative Kunstvermittlung muss ein weiterer konzeptioneller Schwerpunkt sein: Die Kunsthalle als Produktions-, Präsentations-, Austausch-, Bildungs- und Lernort

Repräsentant der globalen Kunstszene und lokales Zentrum für gesellschaftliche Debatten - das ist das anspruchsvolle Profil der Kunsthalle der Zukunft, die wir uns für Berlin wünschen.

zur konzeptionellen Arbeit der Initiative Berliner Kunsthalle hier...

Politik in der Pflicht

Es ist der Initiative und Selbstorganisationskraft des Teams rund um Coco Kühn und Constanze Kleiner zu verdanken, dass die Temporäre Kunsthalle externer Link auf dem Schloßplatz diese Aufgaben ab Herbst 2008 zum Teil übernommen hat – allerdings nur bis 2010, wenn dieser dem Humboldtforum wird weichen müssen. Die Politik ist nun in der Pflicht, eine ständige Kunsthalle zu ermöglichen. Das sehen erfreulicherweise auch der für Kultur zuständige Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit und Kulturstaatssekretär Andre Schmitz so: Eine dauerhafte Kunsthalle zu installieren sei „eines der obersten Ziele der Kulturpolitik für diese Legislaturperiode“.


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Aktuelles

05.02.2010

Diskussionsveranstaltung

"Die Kunsthalle als Servicestelle" am 14.02.10 - 12 Uhr, in der Temporären Kunsthalle Berlin, organisiert von der Stiftung Zukunft Berlin  mehr


11.12.2009

Diskussionsveranstaltung

"Eine Kunsthalle für Berlin?" am 13.12.09 - 12 Uhr, in der Temporären Kunsthalle Berlin, organisiert von der Stiftung Zukunft Berlin  mehr


11.11.2009

Mobile Kunsthalle löst Grundsatzdiskussion aus

Die Zitty berichtet über die "mobile Kunsthalle" und die Forderungen der Initiatve Berliner Kunsthalle nach Konzeptionsphase  mehr


19.10.2009

Pressemitteilung der Initiative Berliner Kunsthalle

Die „Mobile Berliner Kunsthalle“ leitet eine neue Phase der Kunsthallendebatte ein  mehr