Plan für Kunsthalle am Humboldthafen steht erneutes Scheitern bevor

SPD und Linkspartei verweigern Wowereit eine Kunsthalle am Humboldthafen . Die Suche nach einem Kompromiss läuft. Wandernde Kunsthalle im Gespräch.

Überaschend eindeutig kommen die Signale aus den Berliner Regierungsparteien. Eine Kunsthalle am Humboldthafen soll es nicht geben. Die Kunsthalle an sich wird jedoch nicht in Frage gestellt.

Joachim Fahrun von der Morgenpost berichtet:

"...Aus der SPD ist zu hören, Wowereit müsse sich darauf einstellen, dass die Volksvertreter in den Haushaltsberatungen der Kunsthalle in der geplanten Form nicht zustimmen. Das soll Landes- und Fraktionschef Michael Müller dem Regierenden Bürgermeister bedeutet haben. Wowereit sei außer sich gewesen, wird erzählt. Im Kulturausschuss erläuterte der Regierende kürzlich sein Vorhaben: Berlin habe eine reichhaltige Kunstszene, doch die Künstler stellten „in New York oder sonst wo aus, aber nicht in Berlin“. "

"...Um die verhärteten Fronten aufzuweichen, arbeiten führende Koalitionäre an einem Weg, den teuren Museumsneubau zwar zu verhindern, dem Kultursenator und der Kunstszene aber doch die Chance zu geben, eine neue Plattform für die aktuell in Berlin produzierte Kunst einzurichten. „Berlin braucht eine Kunsthalle“, sagt Klaus Lederer. Er ist Landesvorsitzender der Linken und während der langen Übergangsphase an der Fraktionsspitze von Carola Bluhm zum designierten Fraktionschef Udo Wolf wichtigstes Sprachrohr der Linken-Parlamentarier. Es sei aber vorstellbar, erst mal an wechselnden Orten eine Kunsthalle zu installieren, sagt Lederer. Dafür brauche man eine andere Lösung als das, „was derzeit in der Investitionsplanung steht: Das wird der Haushaltslage nicht gerecht.“ Eine Kunsthalle an wechselnden Orten, die die Berliner Tradition der Zwischennutzung von Hallen und Räumen aufnehme, sei auch viel „inspirierter“ als ein Neubau in der Stadtmitte, findet Lederer."

 

Lesen Sie den ganzen Artikel im Onlinearchiv der Berliner Morgenpost LINK



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